Bei der Gleichstellung auf Platz 1

Am 8. März ist internationaler Frauentag, der die Gender Equality in den Fokus rückt. Foto: Gerd Altmann/Pixabay
Am 8. März wird der internationale Weltfrauentag begangen, der seit mehr als 100 Jahren die Gleichstellung von Mann und Frau in den Fokus rückt. Wie es um die Gleichstellung der Geschlechter innerhalb der Europäischen Union bestellt ist, hat das Europäische Institut für Gleichstellungsfragen (EIGE) in einer neuen Ausgabe des EU-Gleichstellungsindexes (Gender Equality Index) veröffentlicht. Während Deutschland mit 72 von 100 Punkten leicht über dem EU-Durchschnitt liegt, hält Schweden mit 82 Punkten nach wie vor die Spitzenposition im europäischen Ländervergleich.
Große Anstrengungen bei Gender Equality
Natürlich gibt es auch in Schweden noch Handlungsbedarf beim Thema Gleichberechtigung, aber unsere Nachbarn im Norden haben in der Vergangenheit große Anstrengungen unternommen, um die Beteiligung unterschiedlicher Geschlechter, Nationalitäten und Kulturen in Gesellschaft, Politik und Wirtschaft gerechter zu gestalten und insgesamt zu verbessern. Mit Erfolg: So ist beispielsweise das geschlechtsspezifische Lohngefälle niedriger, es herrscht eine größere Diversität in den Unternehmen und die Elternzeit ist unter den Paaren ausgeglichener.
Gleichstellung von Mann und Frau selbstverständlich
Auch im Schwedischen Farbenhandel sind Gender Equality, flexible Arbeitszeiten, die Möglichkeit, sich während der Arbeitszeit fit zu halten und der Respekt vor den privaten Interessen der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen gelebte Unternehmenskultur. „Für unsere Mitarbeiter ist es ganz selbstverständlich ‚pappaledig‘ (papafrei) zu nehmen“, betont Ulf Feuerstein, „und bei der Einstellung neuer Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter entscheidet für mich die Qualifikation und ob er oder sie zu unserem Unternehmen passt!“ Drei festangestellte Männer und der Chef stehen denn auch fünf festangestellten Frauen gegenüber, die wie zum Beispiel Nicole le Moult, nicht unbedingt in so genannten „frauentypischen“ Berufen arbeiten. „In der Hauptsaison, wenn wir Unterstützung durch Teilzeitkräfte und Minijobber benötigen, kehrt sich das Verhältnis allerdings regelmäßig um“, erklärt Ulf Feuerstein. In den Sommermonaten werden in Lager und Versand rund 15 Aushilfen beschäftigt, von denen meist nur drei oder vier weiblich sind.
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